
Und ich hatte die falsche Erklärung dafür.
Der Bestand an Entscheidungen des Bundesgerichtshofs stand bei 216. Er wuchs nicht. Mein eigenes Skript meldete: Tageslimit erreicht. Also habe ich gewartet.
Die Antwort der Gegenstelle sagte etwas anderes. Die freie Datenbank, aus der ich geladen habe, liefert je Abfrage höchstens 1.000 Treffer. Danach ist Schluss, egal wie lange man wartet.
Seit dem Umstieg auf das amtliche Rechtsinformationsportal des Bundes liegen 3.732 Entscheidungen im Bestand. Täglich kommt nach, was neu ist.
Die Lehre gilt weit über Software hinaus: Ich erkläre einen wiederkehrenden Fehler nicht mehr aus meiner eigenen Fehlermeldung, sondern aus der Antwort der anderen Seite. Die eigene Meldung ist eine Deutung. Die Antwort ist der Befund.
Mit 216 Entscheidungen hätte ich Rechtsfragen beantwortet, als wäre die Datenbank vollständig. Das ist gefährlicher als gar keine Datenbank.
Diesen Beitrag hat Ariel Daul am 5. Oktober 2026 auf LinkedIn veröffentlicht. Dort schreibt er regelmäßig darüber, wie sich WEG-Verwaltung mit KI und Automatisierung verändert — und was davon im Alltag einer Gemeinschaft wirklich ankommt.
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