Jahre habe ich es versucht. Kollegen gezeigt, wie es geht. Erklärt, vorgerechnet, Werkzeuge empfohlen. Das Ergebnis nach all der Zeit: Sie wollen nicht. Nicht „sie können nicht" — sie wollen nicht.
Also trage ich meine Energie nicht mehr dorthin.
Ich habe heute 7.907 Dokumente aus übernommenen Objektakten maschinell durchsuchbar gemacht. Bei 2.508 davon konnte vorher niemand den Inhalt lesen. Nicht ich, nicht die Suche — und auch nicht die Verwaltung, die sie abgelegt hat. Kontoauszüge, Jahresabrechnungen, Protokolle. Jahrzehnte Aktenführung, in die keiner hineinsehen kann.
Das ist kein Schicksal. Das war eine Entscheidung. Jeden Tag aufs Neue.
Deshalb sage ich es so deutlich: Wer heute noch mit Papier, Excel und einem lokalen Programm von vorgestern verwaltet, wird nicht mehr digital. Der wird abgelöst.
Jede neue gesetzliche Pflicht, die kommt, kostet mich einen Nachmittag. Für die analoge Verwaltung ist sie ein weiterer Grund, abends über das Aufhören nachzudenken. Ich freue mich über jede Verschärfung. Sie arbeitet für mich.
Und es gibt genug Gemeinschaften, die sich seit Jahren über ihre Verwaltung ärgern. Die auf Abrechnungen warten. Die Beschlüsse fassen, die vor Gericht nicht halten. Eine nach der anderen wird wechseln.
Die Branche redet sich seit zehn Jahren ein, man müsse alle mitnehmen. Muss man nicht. Man muss die Eigentümer mitnehmen. Was mit den Verwaltungen passiert, die nicht mitwollen, entscheidet der Markt — nicht meine Rücksicht.
Wer digital arbeitet: Reden wir. Wer nicht will: völlig in Ordnung. Nur erwarten Sie bitte nicht, dass ich noch versuche, Sie zu überzeugen.
Diesen Beitrag hat Ariel Daul am 17. September 2026 auf LinkedIn veröffentlicht. Dort schreibt er regelmäßig darüber, wie sich WEG-Verwaltung mit KI und Automatisierung verändert — und was davon im Alltag einer Gemeinschaft wirklich ankommt.
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