
Es hat 62 Einträge. Keiner davon ist erledigt.
Angefangen habe ich damit aus Notwehr. Wenn eine Schnittstelle etwas nicht hergibt, macht man es einmal von Hand und vergisst es. Beim dritten Mal ärgert man sich. Beim zehnten Mal weiß man nicht mehr, ob es an der Software liegt oder an einem selbst.
Also wird jede Lücke sofort eingetragen: was nicht geht, wie es sich reproduzieren lässt, welchen Umweg wir stattdessen gehen. Drei Systeme, die wir täglich nutzen, kommen zusammen auf:
16 Stellen, an denen schlicht kein Endpunkt existiert. 8 Fälle, in denen das System den Schreibvorgang bestätigt und die Daten trotzdem still verwirft — der gefährlichste Typ, weil er wie Erfolg aussieht. 6 Abweichungen zwischen Dokumentation und Verhalten.
Alle zwei Monate geht daraus ein Schreiben an die Hersteller. Nicht als Beschwerde, sondern als Liste mit Beleg und Reproduktionsweg. Was behoben wird, wird im Register abgehakt.
Meine These: Die Branche beklagt ihre Software, dokumentiert sie aber nicht. Ein Hersteller kann nichts reparieren, was ihm niemand nachweisbar meldet — und wir verhandeln jedes Jahr über Lizenzpreise, ohne eine einzige Zahl zur Leistung in der Hand zu haben.
Wer von Ihnen führt so ein Register? Und falls nicht: Woran würden Sie im Zweifel festmachen, dass Ihre Software Sie ausbremst?
Diesen Beitrag hat Ariel Daul am 27. September 2026 auf LinkedIn veröffentlicht. Dort schreibt er regelmäßig darüber, wie sich WEG-Verwaltung mit KI und Automatisierung verändert — und was davon im Alltag einer Gemeinschaft wirklich ankommt.
Beitrag auf LinkedIn ansehen →Reine WEG-Verwaltung aus Backnang – für Ihre Gemeinschaft.
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