
Die Arbeit ist, sie gegen den Vertrag zu lesen.
Bis vor zwei Wochen gab es bei uns genau dort eine Lücke. Geprüft wurde erst, was schon in der Buchhaltung lag. Was als PDF an einer Mail hing, lief an jeder Prüfung vorbei.
So sieht der Vorgang heute aus: Eine Rechnung kommt per Mail. Die KI sucht in der Dateiablage den Vertrag mit diesem Auftragnehmer. Sie legt beides nebeneinander, erst den Vertrag, dann die Rechnung. Zu jeder Position eine Frage: Steht sie im Vertrag? Dem Grunde nach? Der Höhe nach? Raten und Abzüge werden nachgerechnet.
Gemeldet wird nur, was sicher ist und eine Beanstandung trägt.
Der erste echte Fall: ein Vertrag mit 25 Seiten, drei Rechnungen. Eine Position wurde beanstandet, mit drei Begründungen. Es war derselbe Befund, den ich vorher von Hand erarbeitet hatte. Zu den beiden anderen Rechnungen kam keine Meldung, zu Recht.
Ich prüfe danach und ich gebe frei. Aber ich lese keine 25 Seiten mehr, um eine Zeile zu finden.
Diesen Beitrag hat Ariel Daul am 8. Oktober 2026 auf LinkedIn veröffentlicht. Dort schreibt er regelmäßig darüber, wie sich WEG-Verwaltung mit KI und Automatisierung verändert — und was davon im Alltag einer Gemeinschaft wirklich ankommt.
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