
Ich habe die Protokolle aller Gemeinschaften, die ich verwalte, maschinell auswerten lassen. 160 Protokolle, Jahrgänge ab 1990, 878 Beschlüsse. Jeder Beschluss bekam zunächst denselben Stand: offen.
Ergebnis: 663 offene Beschlüsse. Der älteste von 1990. Die Übersicht war vollständig und völlig nutzlos.
Meine These: Ein Verwalter haftet für die Beschlüsse seiner Amtszeit. Eine Kontrolle, die das nicht unterscheidet, erzeugt keinen Überblick, sondern Lärm. Und Lärm überliest man, auch die eine Meldung, die zählt.
Heute trägt jede Gemeinschaft den Tag, ab dem wir zuständig sind. Genommen wird der früheste belegte Tag aus Übergabe und Verwaltervertrag. Was davor beschlossen wurde, wird ausgeblendet. Übrig bleiben 97.
Eine Entscheidung war mir dabei wichtig: Fehlt das Datum, wird nichts ausgeblendet. Ein übersehener eigener Beschluss kostet mehr als ein zu viel gemeldeter fremder.
Diesen Beitrag hat Ariel Daul am 6. Oktober 2026 auf LinkedIn veröffentlicht. Dort schreibt er regelmäßig darüber, wie sich WEG-Verwaltung mit KI und Automatisierung verändert — und was davon im Alltag einer Gemeinschaft wirklich ankommt.
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