
Ich denke dabei an das Jahr 2050.
Dann wird jemand diese Häuser verwalten, der beim Bau nicht dabei war. Was er in der Akte vorfindet, bestimmt Jahre seiner Arbeit.
Für eine Liegenschaft mit Baugenehmigung von 2003 musste ich die Baubeteiligten erst zusammensuchen: Wer hat gebaut? Wer hat die Statik gerechnet? Welche Behörde hat genehmigt und hat damit die Bauakte? Die Antworten standen in 127 Dateien verteilt. An keiner Stelle zusammen. Ein Dokument, das ich zunächst für die Statik hielt, war der Energienachweis des Hauses.
Ich halte die Übergabeakte für das unterschätzteste Bauteil eines Hauses. Teilungserklärung, Pläne, Baubeteiligte, Gewährleistungsfristen, Genehmigungsbehörde: einmal sauber an einem Ort, digital und durchsuchbar. Später ist es Recherche in Archiven, Registern und bei Behörden.
Woran fehlt es bei den Übergaben, die Sie erleben, am häufigsten?
Quelle zum Quartier: Stadt Backnang, Stadtplanung „Obere Walke".
Diesen Beitrag hat Ariel Daul am 10. Oktober 2026 auf LinkedIn veröffentlicht. Dort schreibt er regelmäßig darüber, wie sich WEG-Verwaltung mit KI und Automatisierung verändert — und was davon im Alltag einer Gemeinschaft wirklich ankommt.
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